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Vor-Ort-Termin des Projekts „ImBrAs“ in Gladbeck

  • 23. März
  • 2 Min. Lesezeit

Am 18. März 2026 trafen sich rund 25 Expertinnen und Experten an der Versuchsbrücke in Gladbeck. Ziel des Treffens war es, die Situation vor Ort zu begutachten und gleichzeitig Auftraggeber sowie interessierte Fachleute über die innovativen Ansätze des Projekts zu informieren.


Begutachtung, Austausch und Einblicke in die Zukunft der Brückenprüfung

Der Termin verfolgte zwei wesentliche Anliegen: Zum einen diente der Termin der Information und dem fachlichen Austausch. An mehreren Stationen präsentierten die Projektpartner ihre jeweiligen Beiträge und standen für Fragen zur Verfügung. So konnten sich die Teilnehmenden ein umfassendes Bild vom Projektfortschritt machen und erhielten Einblicke in die Sensortechnik sowie in mögliche spätere Visualisierungen. 

Zum anderen ging es um die Begutachtung der Versuchsbrücke. Dabei wurden vor Ort zentrale Rahmenbedingungen überprüft und mit den bisherigen Annahmen abgeglichen. Untersucht wurden unter anderem:

  • die Oberflächenbeschaffenheit des Bauwerks,

  • die Zugänglichkeit der Lager,

  • die Sichtverhältnisse für Messverfahren wie Laserscanning,

  • die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen für geplante Experimente am realen Objekt. 

Dieser „Realitätscheck“ ist entscheidend, um die geplanten Messmethoden optimal auf die tatsächlichen Bedingungen anzupassen. 


Von der klassischen Prüfung zur digitalen Analyse

Bisherige Brückenprüfungen sollen durch den Einsatz digitaler Technologien ergänzt werden, um so den Zustand der Brücken zuverlässiger beurteilen zu können. 

Der fachliche Leiter des Projektes ist Professor Dr.-Ing. Martin Mertens von der Hochschule Bochum. Er äußerte sich bei dem Treffen an der Versuchsbrücke in Gladbeck: „Mit den Möglichkeiten, die die Digitalisierung heute bietet, werden wir in der Lage sein, die Qualität der Zustandsprüfung von Brücken erheblich zu steigern. Dies wird dazu führen, dass Lebenszyklusprognosen von Bauwerken deutlich zuverlässiger erstellt werden können. In Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit von Unterhaltungsmaßnahmen von Bauwerken wird dies in Zukunft einen Quantensprung darstellen.“ 


Visualisierung für eine neue Art Nutzerfreundlichkeit 

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die anschauliche Visualisierung der erhobenen Sensordaten. Mithilfe von VR- und/oder AR-Brillen können die Zustände der Brücke künftig immersiv erlebt werden. Diese Techniken und Visualisierungsmöglichkeiten konnten vor Ort getestet und ausprobiert werden.

Fachleute erhalten dadurch die Möglichkeit, Schäden und Belastungen direkt am virtuellen Modell nachzuvollziehen – ein bedeutender Schritt hin zu einer neuen Dimension der Bauwerksprüfung.

„Wir unterstützen gerne die Entwicklung von digitalen Prozessen. Das dient nicht nur der besseren und schnelleren Instandhaltung unserer Bauwerke, sondern auch der Nachwuchsgewinnung in unserem Berufsfeld.“ freut sich Dr. Volker Kreuzer, 1. Beigeordneter und Baudezernent der Stadt Gladbeck über das innovative Projekt in seiner Stadt.


 


 
 
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