

Stand der Wissenschaft
Bereits heute existieren verschiedene Forschungs- und Pilotprojekte, die digitale Methoden in der Bauwerksprüfung einsetzen. Ein Beispiel ist smartBRIDGE Hamburg, bei dem ein Digitaler Zwilling einer Brücke mit Sensordaten verknüpft wurde. Diese Daten dienen vor allem dem Monitoring, sollen aber künftig auch genutzt werden, um Bauwerkssimulationen zu verbessern. Ergänzend dazu ermöglicht XR-Technologie eine direkte Visualisierung von Analysen und Wahrscheinlichkeiten für Fehlereinschätzungen.
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Weitere Ansätze wie STRUCSINSPECT setzen auf photogrammetrische Verfahren, KI-gestützte Schadenslokalisierung und die Integration in bestehende Workflows. Allerdings fehlt hier die Verknüpfung mit Bauwerkssimulationen oder XR-gestützten Ansichten.
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Im Rahmen von mFUND-Projekten wurden ebenfalls wertvolle Grundlagen gelegt. So untersuchte das Projekt nVisDa² digitale Methoden für die automatisierte Zustandserfassung, während andere Projekte den Einsatz von 3D-Bauwerksmodellen in Verbindung mit XR-Anwendungen prüften. Forschungsprojekte wie FE 69.0080/2020 haben zudem die Potenziale von KI-gestützter Schadenerkennung und Visualisierung durch Mixed-Reality-Systeme hervorgehoben.
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Die bisherigen Ergebnisse verdeutlichen: Digitale Technologien können Bauwerksprüfungen erheblich präzisieren und effizienter gestalten. Sie zeigen aber auch, dass zentrale Bedarfe – wie die systematische Integration von Sensordaten und Simulationen in den Digitalen Zwilling – bislang nicht ausreichend adressiert wurden.
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Genau hier setzt ImBrAs an: Aufbauend auf den Erfahrungen früherer Projekte wird eine Plattform entwickelt, die Sensordaten, numerische Simulationen und Metadaten zusammenführt und diese mithilfe immersiver XR-Technologien für die Praxis nutzbar macht. Dadurch wird die Lücke zwischen Forschungsergebnissen und anwendungsorientierter Bauwerksprüfung geschlossen.